Malvorlagen

Hier finden Kinder auch immer ein Ausmalbild und Idee zum Sonntagsevangelium.

 

Christkönig, 34. Sonntag - Lesejahr C

Wer möchte nicht gerne ein König sein? So, wie im Märchen: schöne Kleider tragen, bedient und bewundert werden und alles bestimmen können… das wäre doch verlockend!

Die Bibel erzählt: Jesus wird gekreuzigt. Am Kreuz hängt eine Tafel: „Das ist der König der Juden.“ Ein König, der getötet wird? Ein König ohne Macht?

Zwei Männer werden mit Jesus verurteilt. Der Eine sagt: Wenn du ein König bist, dann rette dich. Und uns! Der andere sagt: Denk an mich, wenn du in dein Reich kommst. Er hat verstanden: Jesus ist König über Himmel und Erde. Jesus hat den Menschen gezeigt, wie sein Reich aussieht: er hat Kranke geheilt, Traurige getröstet, Hungrige satt gemacht. Und gesagt: macht es, wie ich es getan habe! Sein Reich ist ein Reich der Liebe und des Friedens. Ein paradiesisches Reich. Einer der beiden Verurteilten hat das verstanden. Jesus sagt zu ihm: Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein!

(Efi Goebel)


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

33. Sonntag - Lesejahr C

Eine echte Frohbotschaft im üblichen Sinne ist dies nicht. Man könnte sich sogar fragen, warum man an Gott glaubt, wenn doch eh alles auf furchtbare Weise zu Ende geht.

Tatsächlich wird in diesem Abschnitt die Frage bedacht, ob der Fromme immer der Glückliche ist. Noch heute steht diese Hoffnung hinter medizinischen oder psychologischen Untersuchungen, ob der christliche Glaube Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden hat. Was würde der Jesus dieses Lukas-Evangeliums sagen?

Der Apostel schreibt zu einer Zeit, als Jerusalem längst von den Römern kriegerisch erobert und der Tempel zerstört war. Die ersten Christen hatten aber nicht nur unter den Eroberern zu leiden, sondern auch unter den jüdischen Machthabern, selbst unter vermeintlich frommen Familienmitgliedern. Der christliche Glauben wirkte sich also nicht unbedingt lebensverlängernd aus.

Jesus geht es an dieser Stelle offenbar einerseits um die Klarstellung, dass der Lauf der Welt ist, wie er ist, mit allen schönen und hässlichen Seiten. Der Glaube ist keine magische Praxis, um die Welt zu verändern. Andererseits aber ist die Botschaft zur Gelassenheit unüberhörbar. In genau dieser schönen und hässlichen Welt dürfen Christen darauf vertrauen, dass sie das schlechthinnige Leben, das ewige, bereits haben und nie verlieren können. Diese Gelassenheit wirkt zwar auf andere provozierend, denn der Gelassene ist nicht erpressbar. Aber in dem Vertrauen auf die unendliche, Leben und Tod übersteigende Liebe Gottes zu allen Menschen bekommen die Dinge der Welt erst ihren eigentlichen Wert. Nichts, nicht einmal das medizinische Leben, ist wertvoller als die Gemeinschaft mit Gott, aus der uns nichts und niemand herausreißen kann. Diese Würde macht wirklich gelassen, aber auch standhaft, sogar überzeugend. Wenn nicht einmal ein Haar auf dem Haupt verloren geht, dann ist nichts endgültig Schlimmes zu befürchten.

(Diakon Dr. Andreas Bell)


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

31. Sonntag - Lesejahr C

Die Geschichte vom Zöllner Zachäus ist eine sehr bekannte Erzählung. Man glaubt fast, man könne hier nichts Neues mehr entdecken. Zachäus ist ein Zöllner, der dadurch reich wurde, dass er den Leuten zu viel Geld abnahm. Klar, dass ihn keiner mochte. Als er Jesus begegnete, bekehrte er sich und gab denen, denen er zu viel abgenommen hatte das Vierfache zurück. Auch von seinem Vermögen gab er die Hälfte den Armen. Ob Zachäus danach mehr Freunde hatte, erzählt die Geschichte nicht. Hoffen kann man das aber.

Als Jesus mit Zachäus gesprochen hat, muss etwas Besonderes passiert sein. Leider erzählt die Geschichte nicht, worüber Jesus mit Zachäus gesprochen hat. Aber wenn man genau hinschaut, kann man etwas davon entdecken. Achtet einmal darauf wie Zachäus sich bewegt. Das könnt ihr mit einem Stift sogar aufmalen. Schaut genau hin:

Zuerst muss der reiche Zachäus auf einen Maulbeerfeigenbaum klettern. Das ist ein hoher, mächtiger Baum mit vielen Blättern. Er ist ein besonderer Baum, der niemals blüht und doch Früchte trägt. Um sich gut zu verstecken, aber auch um gut sehen zu können, muss Zachäus sehr hoch klettern. Er wollte immer schon hoch hinaus; so hoch es eben geht.

Als Jesus ihn sieht, soll Zachäus heruntersteigen. So muss Zachäus kehrt machen. Und der „Abstieg“ geht noch weiter. Zachäus lernt, dass man nichts gewinnt, wenn man auf Kosten anderer hoch hinaus will. Und so gibt er sein Vermögen an die zurück, denen er es weg genommen hat – bis er „ganz unten“ ist.

Zachäus hat zwar sein Vermögen weggegeben, aber viel dafür gewonnen: Wer Jesus wirklich sehen und begegnen möchte, braucht nicht hoch hinaus. Er kann ruhig mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. So hat der Maulbeerfeigenbaum wieder einmal ohne zu blühen eine neue Frucht hervorgebracht.

(Dr. Werner Kleine)


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

30. Sonntag - Lesejahr C

Kinder achten sehr genau auf Gerechtigkeit, wenn z.B. etwas verteilt wird. Dann müssen alle gleich viel bekommen. Ganz schlimm ist es, wenn einer vergessen wird. Dahinter steckt die Sorge, übersehen zu werden und nicht genug zu bekommen. Deshalb versuchen wir Menschen gerne, immer die ersten, die besten, die schnellsten, die schönsten usw. zu sein und dies gegenüber den anderen deutlich zu machen.

Jesus erzählt in seinem Beispiel von zwei Männern, die viel von Gott im Gebet abbekommen möchten. Der Pharisäer stellt sich als toller Mensch und frommer Jude dar mit stolz geschwellter Brust. Der Zöllner, der nicht so ein Ansehen unter den Menschen damals hatte, fühlt sich klein und als Sünder vor Gott. Er möchte auch seinen Anteil von Gott abbekommen und von Gott wahrgenommen werden.

Jesus macht zunächst deutlich, dass jeder Mensch seinen Anteil von Gott abbekommt – egal wie viel er dafür geleistet hat! Jesus warnt dann aber auch, dass sich kein Mensch über den anderen erheben darf bzw. den anderen erniedrigt. D.h. auf Kosten der Schwächen und Fehler der anderen als besserer Mensch dar zu stehen ist falsches Verhalten wie überhaupt andere zu verachten, abzuqualifizieren oder auszugrenzen.

(Martin Bartsch)


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

29. Sonntag - Lesejahr C

Wie gut, dass die alte Frau den Mut nicht verliert: immer wieder geht sie zum Richter und verlangt ihr Recht. Wir erfahren nicht, was geschehen ist. Wir hören nur: es braucht viel Zeit, Geduld und Ausdauer, bis sie ihr Recht bekommt. Aber sie bekommt ihr Recht!

Auch heute noch gibt es Menschen, die Unrecht erleben, denen es schlecht geht, die Hilfe brauchen. Auch heute noch können sie vor Gericht gehen und auf Gerechtigkeit klagen. Aber manchmal gibt es Situationen, in denen kein Gericht helfen kann. Dann können wir uns an Gott wenden. Ihn um Hilfe und Unterstützung bitten. Beten nennen wir Christen das.

Und wenn trotzdem keine Hilfe kommt? Machen wir es doch wie die Witwe: immer wieder bitten und beten. Wenn – wie Jesus im Gleichnis erzählt – sogar ein ungerechter Richter sich schließlich umstimmen lässt und hilft, dann sicher auch Gott, der ja jeden Menschen liebt! Machen wir’s, wie Jesus es seinen Freunden gesagt hat: vertraut auf Gottes Liebe!

(Efi Goebel)


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

28. Sonntag - Lesejahr C

"Was ist das denn? Da werden 10 Männer von Jesus von einer ganz schlimmen Krankheit geheilt. Aber nur einer von ihnen sagt "Danke!".

Wenn Du genau überlegst, ist dir das vielleicht auch schon mal so gegangen. Du hast etwas bekommen, dich gefreut und vergessen dich zu bedanken. Oder du hast jemand bei etwas geholfen und es gab kein "Danke". Da warst du sicher traurig oder auch wütend.

Diese Männer im Evangelium waren so überwältigt davon, geheilt zu sein, das sie voll Freude nach Hause gelaufen sind. Da waren sie schon lange nicht mehr gewesen, weil ihre Krankheit das verboten hat.

Jesus ist nicht wütend. Er nimmt schon gar nicht seine Liebe zurück. Auch die, die kein "Danke" sagen, bleiben geheilt. Der, der zurück geht, um sich zu bedanken, erfährt den Grund seiner Heilung: "Dein Glaube hat dir geholfen."

Jesus liebt ohne Bedingung. Danke zu sagen, ist das mindeste was wir tun können."

(Georg Kalkum)


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

26. Sonntag - Lesejahr C

Du hast das sicher schon einmal erlebt: Ein anderes Kind hat etwas bekommen, und für Dich war nichts da. Oder ein anderes Kind ist gelobt worden, und Dir hat niemand etwas Gutes gesagt, obwohl das, was Du getan hast auch gut war – und vielleicht sogar besser. Richtig ungerecht war das!

Oft hört man, das bei Gott alles anders ist. Bei Gott zählen alle Menschen gleich – egal was oder wer jemand ist. Das stimmt! Gott ist gerecht!

Aber gerade weil Gott gerecht ist, kümmert er sich um die besonders, die arm sind. Gott hat nichts gegen Menschen, die reich sind, oder die etwas besitzen, was andere nicht haben. Aber wer nur alles für sich behalten will, obwohl andere kaum etwas zum Leben haben, hat ja schon alles gehabt. Was soll Gott ihm noch geben?

Das muss auch der reiche Mann erfahren, von dem wir heute gehört haben. Schlimm ist nicht, dass er reich war. Schlimm war, dass er dem armen Lazarus nichts gegönnt hat; nicht einmal das, was von seinem Tisch heruntergefallen ist. Wer so handelt, braucht auch von Gott nichts zu erwarten.

Du kannst das auch an einem kleinen Experiment sehen. Nimm einmal zwei Kerzen und zünde sie an (natürlich nur mit Deinen Eltern zusammen!). Schau einmal, was geschieht, wenn diese Kerze ihr Licht nur für sich behalten möchte, indem ihr ein Gefäß über die Kerze stülpt. Wie Du siehst, verliert die Kerze ihr Licht.

Nimm nun die zweite Kerze, die noch brennt, und führe sie zu der anderen Kerze. Halte sie nahe zusammen und sieh, was passiert. Siehst Du, wie die Flamme größer und heller wird. Jetzt brennen beide Kerzen. Keine hat etwas verloren – beide haben gewonnen.

Gott ist gerecht. Wir sollten es auch sein!

(Dr. Werner Kleine)


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

24. Sonntag - Lesejahr C

So viele Geschichten auf einmal an diesem Sonntag: von einem suchenden Hirten, einer erleichterten Hausfrau und einem glücklichen Vater.

Und alle drei erzählen vom selben: Gott hat jeden Menschen lieb. Keiner ist ihm egal! Wenn man falsche Wege läuft wie das Schaf oder wenn man verlorengeht die Drachme (übrigens ein wertvolles Geldstück) oder wenn man unklug handelt wie der Sohn: Gott straft nicht, sondern sucht den Menschen. Und freut sich, wenn er zu ihm zurückgefunden hat. Gott ist ein Freund der Menschen.

(Efi Goebel)


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

23. Sonntag - Lesejahr C

Ausdauertraining ist langweilig und beschwerlich. Am Liebsten möchte man sofort mit dem Fußballspiel anfangen. Aber das Spiel ist am Schönsten, wenn richtig gute Spieler dabei sind. Und um das zu werden, muss man eben im Training auch den beschwerlichen Teil in Kauf nehmen!

Was das mit der Bibelstelle zu tun hat?

Jesus hat den Menschen vom Gottesreich erzählt, einem Reich des Friedens und der Gerechtigkeit für alle. Er hat Kranke geheilt und Hungrige satt gemacht. Viele möchten darum zu ihm gehören und am Gottesreich teilhaben..
Den römischen Besatzern zurzeit Jesu in Israel missfiel aber, was Jesus sagte und tat. Jesus ahnt, dass es zum Streit mit ihnen kommen wird. Darum bereitet er seine Freunde auf Verfolgung und Gefangenschaft vor. Die Freunde sollen wissen: auch wenn es schwer wird, sollen sie den Glauben an ihn, Gottes Sohn, nicht verlieren.

Und tatsächlich machen die Freunde Jesu drei Tage nach seiner Verhaftung und seinem Tod am Kreuz die Erfahrung: Jesus lebt!

Die Bibelstelle lädt ein, darüber nachzudenken, was – am Ende – wirklich wichtig ist. Nicht nur auf den nächsten Schritt zu gucken, sondern das Ziel zu sehen und mit Blick darauf zu handeln. Und vielleicht um des guten Zieles Willen auch einmal Beschwerliches auszuhalten.

Beim Fußball kann das heißen: nicht nur auf die langweiligen Aufwärmübungen zu schauen, sondern auf das tolle Spiel.

Im Leben kann das heißen: nicht nur auf den eigenen Vor- oder Nachteil zu schauen, sondern auf ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit für alle auf der Welt.

(Efi Goebel)


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

19. Sonntag - Lesejahr C

Wenn wir in die Ferien fahren, dann bitten wir immer eine Freundin, unser Kaninchen, unsere Meerschweinchen und das Haus zu versorgen. Und jedes Jahr, wenn wir heimkommen ist es so: Sarah hat meistens einen Blumenstrauß auf den Tisch gestellt, dazu eine Flasche Saft und ein paar Becher. Und einen Brief, der uns ‚Hallo’ sagt und bittet, sie doch gleich anzurufen, wenn wir wieder daheim sind. Sie kommt dann herüber und erzählt, was sie mit den Tieren erlebt hat und was sonst noch so im Ort geschehen ist, während wir fort waren.

Es ist jedes Jahr wieder schön zu erleben, dass sie sich über unser Wiederkommen freut...und es ja auch mit Blumen und Saft und dem Brief vorbereitet hat.

Beim Lesen der Bibelstelle für den heutigen Sonntag habe ich mich an dieses jährliche Wieder-Ankommen erinnert.

Der wachsame Knechte, das sind wir Menschen. Der Hof, das ist die ganze Erde und was auf ihr lebt. Jesus erzählt: Mit Gott ist es wie mit dem Herrn. Er freut sich, wenn wir auf ihn warten und sein Wiederkommen vorbereiten. Wie das geht? So, wie Jesus es den Menschen gezeigt hat: füreinander sorgen, miteinander teilen, sich an der Welt erfreuen und sie schützen ....und sich Zeit für Gott nehmen.

(Efi Goebel)


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

17. Sonntag - Lesejahr C

Jesus betete einmal an einem Ort; und als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie schon Johannes seine Jünger beten gelehrt hat.

Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme.

Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen.

Und erlass uns unsere Sünden; denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist. Und führe uns nicht in Versuchung.

Dann sagte er zu ihnen: Wenn einer von euch einen Freund hat und um Mitternacht zu ihm geht und sagt: Freund, leih mir drei Brote;

denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen, und ich habe ihm nichts anzubieten!,

wird dann etwa der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe, die Tür ist schon verschlossen, und meine Kinder schlafen bei mir; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben?

Ich sage euch: Wenn er schon nicht deswegen aufsteht und ihm seine Bitte erfüllt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen und ihm geben, was er braucht.

Darum sage ich euch: Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.

Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.

Oder ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn eine Schlange gibt, wenn er um einen Fisch bittet,

oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet?

Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

16. Sonntag - Lesejahr C

Wenn jemand zu Besuch kommt, ist viel zu tun. Das kennt ihr sicher auch. Der Tisch muss gedeckt werden. Außerdem braucht man etwas zu essen und zu trinken, um den Gast zu bewirten. Wie macht ihr das, wenn jemand zu Besuch kommt?

Wir freuen uns, wenn der Gast dann da ist. Es ist wichtig, ihm die ganze Aufmerksamkeit zu schenken. Ihn alleine sitzen zu lassen, weil man noch etwas zu tun hat, ist unhöflich. Was macht ihr, wenn der Besuch da ist?

Auch Jesus ist zu Besuch. Er besucht die Schwestern Marta und Maria. Beide sorgen sich um ihn. Marta bereitet alles für das Gastmahl vor. Maria schenkt Jesus ihre Aufmerksamkeit. Beides ist wichtig. Vielleicht möchte auch Marta bei Jesus sein. Deshalb ist sie ärgerlich auf Maria und fordert sie auf, ihr zu helfen. Jesus nimmt Stellung: Es ist wichtig, sich um den Gast zu kümmern. Wichtiger als Essen und Trinken ist aber, den Gast willkommen zu heißen und ihm Aufmerksamkeit zu schenken. Maria hat deshalb etwas Gutes und Wichtiges gemacht, als sie Jesus zugehört hat. Den Tisch kann man auch hinterher decken. Jesus hat dabei bestimmt geholfen.

Vielleicht kennt ihr das auch. Es ist komisch, wenn ihr zu Besuch seid, und man setzt euch ins Wohnzimmer, während alle in der Küche sind. Allein in einer fremden Umgebung – da fühlt sich niemand wohl. Einen Gast willkommen zu heißen, bedeutet mehr, als für Essen und Trinken zu sorgen. Beides ist wichtig. Der Gast ist der Wichtigste.

(Dr. W. Kleine)


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

15. Sonntag - Lesejahr C

Eine Sprichwort sagt: „Geteiltes Leid ist halbes Leid“. Vielleicht hast du es schon mal gehört oder hast erlebt, wie gut es tut, wenn sich jemand um dich sorgt, dir hilft oder einfach für dich da ist. Jesus ist wichtig, dass wir Menschen „einen Blick füreinander“ haben und auf einander achten – egal, ob es mein Freund oder ein Fremder oder sogar mein Feind ist. Eben weil wir glauben, dass jeder Mensch etwas von Gott in sich trägt und sein Abbild ist.

Der Gesetzeslehrer kennt sich in den Heiligen Schriften des Alten Bundes gut aus und weiß, wie man als frommer Jude – heute würden wir sagen, als guter Christ – leben muss. Was ihm fehlt und was Jesus mit seiner Erzählung vom helfenden Samariter sagen möchte ist: Erstens, dass nicht nur fromme Worte helfen, sondern es müssen auch die Taten folgen. Zweitens, dass wir allen Menschen Gutes tun sollen und nicht nur den uns Vertrauten und die, die wir lieben oder von denen wir geliebt werden. All unsere Mittel und Möglichkeiten sind dazu einzusetzen. Orientierung bieten die Gesetze der Religion oder des Staates. Manchmal muss man aber auch „gegen das Gesetz“, das meint „barmherzig“, handeln.

(Martin Bartsch)


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

14. Sonntag - Lesejahr C

Zu Beginn klingt das heutige Evangelium nicht gerade motivierend. Wie Schafe unter Wölfe lassen sich doch eigentlich nur Verrückte schicken. Die Pointe wird erst mit Blick auf das Ende der Geschichte deutlich, die sich zu einer unerwarteten Erfolgsgeschichte entwickelt. Voller Freude kommen die Verkünder des Evangeliums zurück. Was ist denn da passiert?

Die Aufforderung Jesu verdeutlicht eine theologische Notwendigkeit: Das Evangelium von Gottes unbedingter Liebe zu jedem Menschen verträgt keine Kompromisse. Wer auch nur eine Winzigkeit davon zurücknimmt, etwa aus Gefälligkeit oder um nicht anzuecken, verkehrt die Frohe Botschaft in ihr Gegenteil. Wenn Gottes Liebe weniger als bedingungslos ist, bedeutet das, dass sie doch vom Wohl- oder Fehlverhalten der Menschen abhängt und damit prinzipiell unzuverlässig ist. Aus Gott wird ein abwartender, strafender oder belohnender Götze.

Auf diese wahre, grenzenlose Liebe sollen die Jünger vertrauen, mehr noch, sie sollen sich so davon erfüllen lassen, dass sie nur einen Wunsch kennen, nämlich möglichst vielen anderen Menschen diese unausdenkbare Liebe aufzudecken.

Diese Kompromisslosigkeit mag all die Menschen erschrecken, die das Evangelium gar nicht kennen und sich vor dieser Klarheit fürchten. Doch die Jünger haben Erfolg. Die Botschaft wird gehört und die falschen Götter aus dem Himmel entfernt. Der Teufel wird herausgeworfen. Der Teufel, griechisch Diabolus, bedeutet auf Deutsch der Umherwerfer, also jemand, der die Frohe Botschaft verfälscht, in dem er sie beispielsweise zu einem moralischen Zwangssystem umdeutet. Für solche Durcheinanderwerfer ist kein Platz mehr im Reich Gottes.

Fast rührend erscheint da, wie Jesus zum Schluss die Jünger vor Erfolgstrunkenheit warnt. Statt in Aktionismus zu verfallen, sollen sie sich zuerst auf die Botschaft selbst besinnen: dass jeder Mensch, erfolgreich oder nicht, in Gottes Hand unverlierbar gehalten wird. Das ist noch heute der Auftrag für die ganze Kirche, vom Papst bis zu den einzelnen Gläubigen: Das Allerwichtigste ist die unüberbietbare Liebe. Alles andere muss daraus erwachsen. Mit Erfolgsgarantie.

(Diakon Dr. Andreas Bell)


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

13. Sonntag - Lesejahr C

Manchmal fällt es uns schwer zu glauben. Manchmal fällt es uns auch schwer Jesus nachzufolgen. Jesus nachfolgen heißt, alle Menschen lieben, wie mich selbst.

Da finden wir schnell Ausreden: "Den Dennis muss ich nicht lieben, der haut mich immer." - "Die Michelle mag mich ja auch nicht."...

Im Evangelium begegnet Jesus auch Menschen, die Ausreden suchen. Sie haben erst ganz viel anderes zu erledigen, bevor sie Jesus nachfolgen können. Da sagt Jesus ganz klar: Jetzt oder nie! Ganz oder gar nicht! Der Weg zu Gott ist nicht mit Ausreden gepflastert, sondern mit Liebe!

Jesus weiß auch, dass das nicht immer leicht ist. Er weiß auch, dass wir manchmal Fehler machen. Er liebt uns trotzdem und er möchte, dass wir uns ganz für Gott entscheiden. Für die Liebe.

(Georg Kalkum)


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

12. Sonntag - Lesejahr C

„Für wen halten mich die Leute?“ fragt Jesus.

Seine Freunde antworten ihm:„Für einen Gottesmann wie Johannes oder einen wichtigen Propheten, einen Gesandten Gottes.“ Heute würde man vielleicht sagen: „Jesus war ein Weltverbesserer, ein Arzt und Wunderheiler, ein religiöser Lehrer und der Gründer der Kirche. Er hat unsere Welt verändert. Wegen ihm feiern wir Weihnachten und Ostern…“

All das ist richtig. Aber ist das alles? Jesus fragt weiter: „Für wen haltet ihr mich?“ Sein Freund Petrus antwortet ihm: „Du bist der Messias, der Gesalbte, Du kommst von Gott. Gott ist mit Dir.“

Als Glaubende sagen wir: „Jesus hat sich für uns hingegeben bis zum Tod. Er ist zu neuem Leben auferstanden.“

Das ist auch alles wichtig und richtig. Aber gibt es da nicht noch mehr, etwas, was mit Dir und Deinem Leben zu tun hat? Du bist auch ein Freund von Jesus. So fragt er auch dich: „WER BIN ICH FÜR DICH?“
Wie kommt Jesus Dir nahe?
Wann ist er für Dich da?
Wo ist er wichtig für Dich?
Was antwortest du auf seine Frage?

(Norbert Koch)


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

Dreifaltigkeitssonntag - Lesejahr C

Manchmal ist es seltsam mit der Bibel: mal redet sie von Gott, dann von Jesus und dann auch noch vom ‚Geist der Wahrheit’. Wer ist denn nun eigentlich Gott? Oder sind es etwa drei Götter?

Vielleicht helfen ein paar Beispiele, zu verstehen, was gemeint ist. Wobei natürlich Beispiele immer auch ein bisschen ‚hinken’…:

• Ein Hefezopf zum Beispiel besteht aus 3 Teigsträngen, die im rohen Zustand miteinander verflochten wurden. Nach dem Backen ist es ein einziges Brot, aber man sieht doch die 3 Stränge, die untrennbar miteinander verbunden sind.

• Drei Kerzen zum Beispiel können jede mit einer einzelnen Flamme brennen. Hält man ihre Flammen aber aneinander, so wird eine einzige große Flamme daraus: drei Kerzen, aber doch nur eine Flamme.

• Oder drei Fenster, durch die das Sonnenlicht ins Zimmer scheint: Licht in drei verschiedenen Zimmern, aber nur eine Licht-Quelle!

„Gott ist dreifaltig einer“ heißt es in einem alten Kirchenlied. Er ist ‚drei in eins’.

Gott ist für uns da:

• als Vater / Mutter, der/die uns liebt,

• als Bruder Jesus, der uns zeigt, wie ein gutes Leben für alle gelingen kann,

• als Hl. Geist, der uns Mut macht, in dieser Welt gut zu leben und zu handeln.

Nicht drei >Götter<, sonder drei Weisen, uns Menschen nahe zu sein: Gott ist dreifaltig Einer!

(Efi Goebel)


https://www.erzbistum-koeln.de/

 

Pfingsten - Lesejahr C

Trotz verschlossener Türen steht Jesus plötzlich mitten unter den Jüngern. Die sowieso schon ängstlichen Jünger haben sicher einen Riesenschreck bekommen. Da zeigt Jesus ihnen seine Hände, seine Füße und seine Seite. Quasi als „Ausweis“ zeigt er seine Wunden, die er am Kreuz erhalten hat. Diese Wunden zeigen: Jesus hat sich dem Leid und dem Tod gestellt.

Mit seiner Auferstehung aber hat er gezeigt: Leid und Tod werden von dem Leben besiegt, das Gott schenkt. Die Freude darüber ist ansteckend. Sie verbreitet sich wie ein Lauffeuer zuerst unter den Jüngern, dann in Jerusalem, dann in der ganzen Welt.

Manchmal spüren wir wenig von dieser Freude in uns oder bei anderen. Aber Jesus schenkt uns einen langen Atem! Der Geist, den er den Jüngern geschenkt hat – eingehaucht - er wirkt bis heute. Er schenkt auch uns Kraft und Mut. Er schenkt uns den Glauben an das Leben, das von Gott geschenkt ist.

(Georg Kalkum, Gemeindereferent und Referent für Ehepastoral)

 https://www.erzbistum-koeln.de/

 

6. Ostersonntag - Lesejahr C

Geschenke sind schön. Wir freuen uns, wenn wir etwas geschenkt bekommen. Zum Geburtstag oder zu Weihnachten, aber auch wenn wir jemanden besuchen, bringen wir Geschenke mit.

Auch Jesus schenkt uns etwas – aber zum Abschied. Bevor Jesus stirbt, hält er eine lange Abschiedsrede, von der wir heute ein Stück gehört haben. Und dort sagt er, dass er uns den Heiligen Geist senden wird – als Abschiedgeschenk.

Abschiedgeschenke sind etwas ganz Besonderes. Mein Opa hat mir, bevor er vor langer Zeit gestorben ist, auch ein Abschiedgeschenk gemacht. Es ist ein kleiner Dreidel – das ist ein Kreiselspiel, das er immer mit mir gespielt hat. Der Dreidel kostet nur ein paar Cent. Aber er ist für mich ungeheuer wertvoll. Er liegt auf meinem Schreibtisch. Und immer, wenn ich ihn anschaue, denke ich an meinen Opa und was er mir gesagt und erzählt hat.

Der Heilige Geist ist ein eigenartiges Geschenk. Man kann nicht mit ihm spielen und man kann ihn nicht sehen. In einem alten Kirchenlied wird der Heilige Geist als „Finger Gottes, der uns führt“ bezeichnet. Auch wenn man den Heiligen Geist nicht sehen kann, man kann ihn spüren. Wenn wir nicht mehr weiter wissen, dann hilft Gott uns. Wenn wir plötzlich merken, was wir tun müssen, dann hat Gott uns einen Fingerzeig gegeben. Weil Jesus uns den Heiligen Geist geschenkt hat, wissen wir, Gott ist uns nahe. Ein tolles Geschenk!

(Dr. Werner Kleine)

 https://www.erzbistum-koeln.de/

 

5. Ostersonntag - Lesejahr C

Vor seinem Tod hat Jesus seinen Jünger sein Testament gesagt, d.h. das was ihm am wichtigsten ist und was sie auf jeden Fall beherzigen sollen: „Liebt einander!“ Dieser eine Satz ist die Zusammenfassung seines ganzen Lebens, seiner Worte und Taten. Deshalb ergänzt er: „Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.“ An dem liebevollen Umgang zunächst mit sich selbst und dann mit den Anderen „… werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“

In der Familie kannst du das Liebesgebot Jesu mal ausprobieren. Es ist leichter und zugleich schwerer, weil man einander ganz gut kennt.

Vielleicht hilft dir eine Übung: stell dir bei geschlossenen Augen vor, dass Gott dich mit einem liebevollen Blick anschaut und dir zulächelt – wie du es von deiner Mutter oder deinem Vater kennst. Und dann stell dir vor dass Gott sagt:“ Ich liebe dich von ganzem Herzen und halte zu dir egal was kommt!“

Gestärkt durch diese Übung versuche das Liebes-Testament Jesu zu erfüllen!

(Martin Bartsch, Pastoralreferent)

 https://www.erzbistum-koeln.de/

 

Ostersonntag - Lesejahr C

Wenn wir Ostern feiern, dann ist eigentlich klar, worum es geht: Jesus ist von den Toten auferstanden! Er lebt! Darüber freuen wir uns.

Die Freunde von Jesus, Frauen und Männer, sind am ersten Ostersonntag aber gar nicht froh. Sie haben erlebt, wie Jesus vor drei Tagen am Kreuz gestorben ist. Tot ist tot, das weiß man doch. Alles ist aus. So machen sich die Frauen auf dem Weg zum Grab, um das zu tun, was man damals tat, wenn jemand gestorben war; sie wollen dem toten Jesus noch etwas Gutes tun und wollen ihn einsalben.

Aber am Grab wartet eine Überraschung. Der tote Jesus ist nicht da. Das heißt für die Frauen noch nicht, dass Jesus auferstanden ist. Es könnte auch etwas anderes geschehen sein. Erst als sie sich an die Worte Jesu erinnern, er werde von den Toten auferstehen, ahnen sie, was passiert ist.

Manchmal sind es die Kleinigkeiten in den Geschichten der Bibel, auf die man achten muss. Hier sind es die Dinge, die die Menschen tun. Achtet einmal auf die Bewegung der Menschen – das könnt ihr sogar nachspielen: Zuerst gehen die Frauen zum Grab. Als sie dort ankommen und das Grab leer ist, bleiben sie ratlos stehen. Alles wird starr. Als sie begriffen haben, was geschehen ist, kehren zur Stadt zurück. Was meint ihr – wie schnell werden sie wohl gegangen sein? Wie geht ihr, wenn ihr etwas Tolles erfahren habt, das ihr unbedingt jemandem sagen wollt? Da muss man doch schnell laufen, sehr schnell. Und so steht schließlich auch Petrus auf und – ja richtig – er läuft zum Grab.

Weil Jesus von den Toten auferstanden ist, kommen die Menschen in Bewegung. Da können wir doch nicht sitzen bleiben!

(Dr. Werner Kleine)

 https://www.erzbistum-koeln.de/

 

Palmsonntag | Palmprozession - Lesejahr C

Israeliten, die es sich leisten konnten, zogen zur Feier des Paschafestes nach Jerusalem. Gemeinsam erinnern sie sich bei diesem Fest an die Befreiung aus Ägypten.

Die Menschen zurzeit Jesu warteten auch auf Befreiung. Römische Truppen hielten das Land besetzt. Wird Jesus sie von den römischen Besetzern befreien?

Viele Menschen aus dem Umkreis von Jesus erwarten das wohl. Bei seinem Einzug in Jerusalem rufen sie ihm zu: „Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das nun kommt!“

Aber Jesus wird nicht mit Waffen kämpfen: Gott geht mit den Menschen andere Wege der Befreiung. Das verstehen die Jünger Jesu erst nach seinem Tod und seiner Auferstehung. Gott hilft!

(Efi Goebel)

 https://www.erzbistum-koeln.de/

 

4. Fastensonntag - Lesejahr C

Am Anfang geht die ganze Geschichte ja sehr gut aus: obwohl er dem Vater so viel Sorgen bereitet hat, nimmt der Vater den jüngeren Sohn wieder auf und freut sich auch noch. Die Liebe des Vaters ist stärker als der Ärger, den es vorher gab.

Nur die Geschichte mit dem älteren Bruder ist auf den ersten Blick irgendwie nicht so schön. Er ist mächtig eifersüchtig. Doch der Vater tröstet auch ihn: Du und ich, wir sind doch eins! Ich habe dich genauso lieb wie deinen jüngeren Bruder.

Mit seiner Erzählung wollte Jesus den frommen Menschen seiner Zeit etwas Wichtiges sagen. Die fanden es nämlich nicht gut, dass Jesus sich mit 'schlechten' und 'sündigen' Menschen getroffen hat. Gott will mit solchen Menschen nichts zu tun haben, meinten sie.

Jesus sagt: schaut nicht voll Verachtung auf diese Menschen. Seht in ihnen Brüder und Schwestern. Alle sind Gottes Kinder und keiner ist Gott egal.

Und heute? Gott liebt jeden Menschen. Und er lässt jedem die Freiheit, seinen eigenen Weg zu gehen. Gott freut sich, wenn der Mensch zu ihm findet. Er liebt und wartet auf jeden Menschen. Auch (auf) dich!

(Efi Goebel)

 https://www.erzbistum-koeln.de/

 

3. Fastensonntag - Lesejahr C

Immer wieder passieren schreckliche Unglücke in der Welt und manchmal auch in unseren Familien.

Oft stehen wir dann erschüttert und hilflos da und fragen uns:

- Warum ist das geschehen?

- Wer ist dafür verantwortlich?

- Wer hat Schuld daran?

- Wie kann Gott so etwas nur zulassen?

- Womit habe ich das verdient?

Nachdem wieder einmal Schlimmes geschehen ist, wollen sich die Menschen mit Jesus darüber unterhalten, Jesus sagt ihnen dazu: „Es hilft Dir nicht wirklich weiter, über solche Fragen nachzugrübeln oder zu diskutieren. Wenn solche schrecklichen Dinge geschehen, dann schau auf Dich selbst, Dein eigenes Leben und prüfe, ob Du noch auf dem richtigen Weg bist:

- Geht die Richtung deines Lebens auf Gott hin?

- Lebst Du so, wie es Gott gefällt?“

Jesus erzählt uns dazu das Gleichnis von einem Feigenbaum. Seit Jahren trägt er keine Früchte mehr. Da will ihn sein Besitzer umhauen. Der Gärtner möchte ihm aber noch eine Chance geben und will ihn dafür ganz besonders gut pflegen.

Wie der Gärtner für den Feigenbaum, so will Jesus für Dich da sein. Er gibt Dir die Chance, Dein Leben nach seinem auszurichten. Er tut alles dafür, damit Dein Leben gelingt.

(Norbert Koch)

 https://www.erzbistum-koeln.de/

 

2. Fastensonntag - Lesejahr C

Ich habe bei mir zu Hause eine eigenartige Pflanze stehen: einen Kaktus. Er sieht gar nicht besonders aus – so wie Kakteen halt aussehen: Grün und mit Stacheln. Aber einmal im Jahr ist er etwas ganz Besonderes. Ein wunderschöne große, weiß-rosa leuchtende Blüte entfaltet sich und verströmt einen tollen Duft. Die Blüte öffnet sich nur nachts und nur für ganz kurze Zeit. Dann ist sie wieder verschwunden. Der Kaktus heißt „Königin der Nacht“, weil er nur einmal im Jahr nachts für kurze Zeit blüht.

Etwas, das äußerlich unscheinbar oder eigentlich nichts Besonderes ist, trägt ein leuchtendes Geheimnis. Das lernen auch Petrus, Johannes und Jakobus. Sie erfahren, dass Jesus mehr als ein Mensch ist. Sie dürfen sein leuchtendes Geheimnis erkennen: Er ist der Sohn Gottes. Nur kurz sehen sie es – aber lang genug, dass sie es niemals mehr vergessen. Sie wissen jetzt, wer Jesus ist.

Es gibt viele Dinge, die ein solches Geheimnis in sich bergen, das man manchmal nur kurz aufleuchten sieht. So gibt es Steine, die – wenn man sie aufschlägt – innen wunderbar glitzern. Oder unscheinbare Raupen, die zu leuchtenden Schmetterlingen werden. Vielleicht fallen Dir noch weitere Dinge ein…

Das Wichtigste aber ist: Du hast auch ein leuchtendes Geheimnis. Hast Du es schon entdeckt?

(Dr. Werner Kleine)

 https://www.erzbistum-koeln.de/

 

1. Fastensonntag - Lesejahr C

In dem Moment, wo Jesus schwach wird, wo er nach langem Fasten Hunger bekommt, da versucht der „Verführer“, wie man den Teufel auch nennen kann, ihn zu manipulieren. Der Teufel möchte nämlich Einfluss auf die Menschen gewinnen, damit er sie für seine Absichten gebrauchen kann.

Zunächst versucht er es damit, Jesus das anzubieten, was er gerade am dringlichsten brauch: etwas zu Essen. Obwohl Jesus großen Hunger hat, erkennt er, dass der Teufel mit seinem Geschenk die Dankbarkeit und damit die Abhängigkeit Jesu sich erwirken will.

Von allen bewundert zu werden, beliebt zu sein, viele schöne Dinge zu haben und mit Geld sich alles erlauben zu können, dass möchte wohl jeder gerne. Der „Versucher“ bietet Jesus genau dies, indem er ihn auf den Berg führt und ihm die ganzen Länder und Reichtümer dieser Welt schenken möchte. Der Preis dafür: wieder soll Jesus den Teufel als mächtigen Herrscher dieser Welt anerkennen, der größer ist als Gott.

Einen dritten Versuch wagt der Teufel: Er weckt in Jesus die Versuchung eines jeden Menschen, nämlich wie Gott sein zu wollen und über die Engel befehlen zu können. Jesus hat sich in den 40 Tagen der Einsamkeit und des Gebetes in der Wüste stark gemacht und weiß, dass Gott allein der Höchste und Allmächtige ist.

Die österliche Vorbereitungszeit möchte einladen, dass wir Gott wieder neu in den Blick nehmen und uns aus allen Abhängigkeiten dieser Welt lösen. Mit Blick auf Gott, können wir das Leben gut leben!

(Martin Bartsch)

 https://www.erzbistum-koeln.de/

 

8. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr C

Jesus spricht zu seinen Freunden.

Er möchte ihnen etwas erklären: Dass jeder Mensch Sachen macht, die nicht so gut sind.
Er möchte sagen, dass man zuerst auf sich und sein Verhalten guckt, bevor man einem anderen etwas vorwirft.

Dazu benutzt er einen Vergleich:

Die eigenen Sachen, die jemand nicht gut macht, sind wie ein Schleier vor dem Auge. Wenn man erkennt und ändert, was man nicht gut macht, wird der Schleier weggenommen und man kann gut sehen.

Dann benutzt Jesus einen weiteren Vergleich: einen Baum. Früchte tragen nur gesunde, gute Bäume. So sieht Jesus auch den Menschen. Wer sich gut verhält, der wird für sich und andere Gutes tun und das Gute vermehren wie ein Baum.
(Martin Kruse)

 https://www.erzbistum-koeln.de/

 

7. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr C

„Liebt eure Feinde!“ – na, das ist ja mal eine uncoole Idee! Wie soll denn das gehen? Und warum auch: wer mir blöd kommt, der soll’s halt ausbaden. Hat Jesus das echt so gemeint, dass man sich zum Deppen/Nerd machen soll?

Wohl kaum!
Jesus geht es um das gute Miteinander der Menschen. Und das funktioniert nur schwer, wenn jeder und jede immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht ist, ohne Rücksicht auf Bedürfnisse anderer.

Versuche doch, andere zu verstehen, schlägt er vor.
Bestehe nicht unbedingt auf dein Recht oder deinen Vorteil.
Schaue, was für alle gemeinsam besser wäre.

Das kann dann auch schon mal bedeuten, auf das eigene Recht zu verzichten, den eigenen Vorteil nicht zu nutzen oder eine Ungerechtigkeit zu ertragen.
Den anderen damit zu überraschen.
Um vielleicht gemeinsam dann bessere Wege zum guten Miteinander zu finden!

(Efi Goebel) https://www.erzbistum-koeln.de/

 

6. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr C

Kennst du das: du bist richtig traurig, nichts gelingt dir und du findest alles ungerecht?

Und dann kommt einer - vielleicht ein Freund oder die Mama - und tröstet dich und macht dir Mut. Du merkst: Da hat mich einer ganz lieb. Und dann spürst du, wie Mut und Kraft zurückkommen. Die Welt sieht gleich wieder viel besser aus.

So ist das auch mit Jesus und den Menschen, von denen die heutige Bibelstelle erzählt: Viele fanden das Leben schwer und mühselig. Jesus macht ihnen Mut: ‚Gott meint es gut mit euch. Das Himmelreich gehört euch!’

Und die Wehe-Rufe?

Sie drücken aus, dass es für Menschen, die nie auf die Hilfe und Zuwendung anderer angewiesen waren, viel schwieriger ist, sich der Liebe Gottes anzuvertrauen.

Wer weiß, dass er alleine nicht leben kann, dass er auf die Liebe und die Fürsorge anderer angewiesen ist, der hat es auch leichter, sich mit seinem ganzen Leben Gott anzuvertrauen. Der braucht nicht alles aus eigener Kraft schaffen. Der kann sich auf Gott und die Welt verlassen. Und das macht Mut zum eigenen Handeln.

(Efi Goebel) https://www.erzbistum-koeln.de/

 

5. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr C

Fischer zu sein ist eine harte Arbeit. Oft sind sie mit den Booten nachts unterwegs, weil die Fische dann besser ins Netz gehen.
Simon – der später Petrus heißen soll – hat mit Jakobus und Johannes die ganze Nacht gearbeitet und sie haben nichts gefangen. Am Morgen kommt Jesus. Er „leiht“ sich das Boot von Simon, weil er vom Wasser aus besser zu den Menschen sprechen kann. Als er fertig ist sagt er zu Simon „Werft eure Netze zum Fang aus!“
Der Fischer in Simon sagt sich: „Ist doch sinnlos. Jetzt am hellen Tag! Wir haben ja schon die ganze Nacht nichts gefangen.“ Aber Simon hat auch gehört, was Jesus zu den Menschen gesagt hat. Was er über Gott gesagt hat und wie er es gesagt hat. Da hat Simon Vertrauen in Jesus. Er wirft die Netze nochmal in der Mitte des Sees aus – und er hat einen grandios guten Fang.
Da merkt Simon, dass Jesus nicht nur erzählt, sondern dass er wirklich von Gott kommt. Ab da geht er mit Jesus. Auch Jakobus und Johannes schließen sich an.
Manchmal strengen wir uns total an, aber nichts klappt. Simon hatte Vertrauen in Jesus und er bekam mehr, als er erwartet hatte.
Das sagt auch uns: Nutze Deine Fähigkeiten und vertrau auf Jesus.

(Georg Kalkum, Gemeindereferent und Referent f. Ehepastoral)

 

4. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr C

Häufig meinen wir, die Menschen um uns herum gut zu kennen und sagen: „Der ist einer von uns. Der ist so wie wir.“

Und dann redet der auf einmal ganz anders, so als ob er die Vollmacht dazu hat.

Das denken auch die Menschen in der Synagoge, im Gotteshaus in Nazareth.

Jesus ist da und erklärt ihnen, was ihm die Worte Gottes bedeuten.

Zunächst staunen die Menschen darüber.

Doch dann sagen sie: „Den kennen wir doch. Das ist doch nur Jesus, Josefs Sohn. Was bildet der sich denn ein? Kommt wieder nach Hause und will hier große Reden schwingen?“

Jesus spürt: Die wollen sich nichts von mir sagen lassen.

Für die bin ich, egal was ich sage und tue, wohl immer nur der Schreinerssohn aus der Nachbarschaft.

Als er ihnen das sagt, werden sie wütend und wollen ihn verjagen.

Da geht Jesus weg; denn hier kann er nichts bewirken.

Schade, wenn Menschen immer nur das alt Bekannte wollen und sich nicht von neuem und anderem überraschen lassen können. So vieles Wichtige verpassen sie dann.

(Norbert Koch)

 

3. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr C


 

2. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr C


 

Tauf des Herrn - Lesejahr C


 

2. Sonntag nach Weihnachten - Lesejahr C


 

1. Sonntag nach Weihnachten - Lesejahr C


 

Weihnachten / In der Hl. Nacht - Lesejahr C


 

4. Adventsonntag - Lesejahr C


 

3. Adventsonntag - Lesejahr C


 

2. Adventsonntag - Lesejahr C


 

1. Adventsonntag - Lesejahr C


 

34. Sonntag im Jahreskreis / Christkönig (21. November 2021)


Kontakt

Katholisches Pfarramt Heilig Kreuz 

Barbarossastraße 59 

60388 Frankfurt am Main 


Tel.: 06109 / 73 11 16 

Fax: 06109 / 73 11 17


Email: heilig-kreuz-bergen-enkheim@pfarrei.bistum-fulda.de

Pfarrbüro - Öffnungszeiten

Mo., Do., Fr. 9.00 Uhr – 12.00 Uhr


Mittwoch 13.30 Uhr – 16.00 Uhr


Dienstag geschlossen



Newsletter abonnieren

Gottesdienstzeiten

Samstag, 18.00 Uhr, St. Nikolaus

 

Sonntag, 10.00 Uhr, Hl. Kreuz


Dienstag, 9.00 Uhr, St. Nikolaus


Mittwoch, 15.00 Uhr, Hl. Kreuz


Donnerstag, 9.00 Uhr, Niederdorfelden


Freitag, 09.00 Uhr,  Hl. Kreuz